Zentralafrikanische Republik

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Bangui (etwa 794.000 Einwohner)

Fläche: 622.984 km²

Einwohnerzahl: 4.659.000 (Stand 2017)

Währung: CFA-Franc BEAC (XAF)

Staatsform: Republik mit präsidentiellem Regierungssystem

Amtssprache: Sango und Französisch

Religion: 79 % christliche Religionen, 10 % Islam, 5 % animistische Religionen (Zahlen vom letzten Zensus aus dem Jahr 2003)

Bevölkerungsdichte: 8,8 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+1

Telefon-Vorwahl: +236

Netzspannung: 220/380 V, 50 Hz

Gefahrenindex:

Visumpflicht: Ja

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung

Die Zentralafrikanische Republik ist ein Binnenstaat in Zentralafrika. Sie grenzt an den Tschad, den Sudan, den Südsudan, die Demokratische Republik Kongo, die Republik Kongo und Kamerun. Das Land im Herzen Afrikas hat keinen Zugang zum Meer und besteht größtenteils aus Wäldern, Savanne und Tierschutzgebieten. An der Grenze nach Kamerun, im Nordwesten, westlich von Bocaranga, steigt das Land bis auf 2000 m an. Im Südwesten liegt dichter tropischer Regenwald. Der Großteil des Landes besteht aus sanftem Hügelland und einem flachen Plateau mit trockenen Laubwäldern, die zum Teil durch Buschfeuer zerstört oder durch Abholzung in Savanne verwandelt worden sind. Im Nordosten geht die Landschaft in stellenweise recht gebirgige Einöde und Wüste über.

Infrastruktur

Es gibt den internationalen Flughafen Bangui M'Poko (BGF) in der Nähe der Hauptstadt. Inlandsflüge werden angeboten.

Fährverkehr ist vorhanden. Die größeren Ortschaften des Landes werden durch relativ gute Straßen miteinander verbunden. Busse und Mietwagen existieren in den größeren Städten. Die Versorgung mit Treibstoff ist landesweit nicht gewährleistet.

Die Zentralafrikanische Republik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und verfügt über so gut wie keine Infrastruktur. Lang anhaltende Ausfälle von Strom- und Wasserversorgung sind an der Tagesordnung.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
1. Dezember:        Tag der Autonomie (1958)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
20. März:        Korité (Fest des Fastenbrechens)
29. März:        Tag des Barthelemy Boganda
6. April:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
14. Mai:        Christi Himmelfahrt
25. Mai:        Pfingstmontag
27. Mai:        Tabaski (Opferfest)
30. Juni:        Tag des Gebets
13. August:        Unabhängigkeitstag (1960 von Frankreich)
15. August:        Mariä Himmelfahrt
1. November:        Allerheiligen
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
1. Dezember:        Tag der Autonomie (1958)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
9. März:        Korité (Fest des Fastenbrechens)
29. März:        Tag des Barthelemy Boganda
29. März:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
6. Mai:            Christi Himmelfahrt
16. Mai:        Tabaski (Opferfest)
17. Mai:        Pfingstmontag
30. Juni:        Tag des Gebets
13. August:        Unabhängigkeitstag (1960 von Frankreich)
15. August:        Mariä Himmelfahrt
1. November:        Allerheiligen
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
1. Dezember:        Tag der Autonomie (1958)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
26. Februar:        Korité (Fest des Fastenbrechens)
29. März:        Tag des Barthelemy Boganda
17. April:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
5. Mai:            Tabaski (Opferfest)
25. Mai:        Christi Himmelfahrt
5. Juni:            Pfingstmontag
30. Juni:        Tag des Gebets
13. August:        Unabhängigkeitstag (1960 von Frankreich)
15. August:        Mariä Himmelfahrt
1. November:        Allerheiligen
25. Dezember:    Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 117

Polizei: 117 oder 2161 2200

Feuerwehr: 117 oder 118

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Erste Hilfe/Ambulanz: 117 oder 1220

Hinweis: In der Regel erfolgt die Kommunikation nur in den Landessprachen, die Erreichbarkeit ist äußerst unzuverlässig und nicht landesweit gewährleistet, mit langen Warte- oder Reaktionszeiten muss gerechnet werden, fremdsprachige Hilfe ist nicht zu erwarten.

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Festnetztelefonie-Infrastruktur ist vorhanden aber kaum verbreitet. Mit mehrtägigen Unterbrechungen der Telefonverbindungen muss aufgrund von Stromausfällen gerechnet werden.

Das Mobilfunknetz beschränkt sich auf die Hauptstadt Bangui. Aktuelle Infos zur konkreten GSM-Netzabdeckung.

Internet

Eine Internet-Infrastruktur ist nur ansatzweise vorhanden. Internetcafés finden sich bislang fast ausschließlich in der Hauptstadt Bangui. Die Verbindungsgeschwindigkeit ist dürftig und es kommt häufig zu Verbindungsunterbrechungen, die durchaus einige Tage dauern können.

Strom / Elektrizität

220 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertyp(en): C, E. Die Stromversorgung ist landesweit mangelhaft, selbst die Hauptstadt Bangui verfügt über kein unterbrechungsfreies Stromnetz. Infolge der oft tagelangen Stromausfälle kann es zu vermehrter Kriminalität im Schutze der Dunkelheit (Überfälle, Einbrüche usw.) kommen.

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp E

steckertyp-E

Hinweis: Die Zentralafrikanische Republik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und verfügt über so gut wie keine Infrastruktur. Lang anhaltende Ausfälle von Strom- und Wasserversorgung sind an der Tagesordnung.

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Die Fluggesellschaften Air France (AF) ( www.airfrance.com), Benin Golf Air sowie Sudan Airways (www.sudanair.com) fliegen die Zentralafrikanische Republik an.

Es kann eine Ausreisegebühr von 2000 CFA Fr erhoben werden.

Inlandsflüge im Charter-Flugverkehr werden durch Minair (Tel: 611 963 oder 612 238) und BADICA (Tel: 613 726) u.a. zwischen Bangui und Berbérati besorgt.

Der Flughafen von Bangui kann aus Sicherheitsgründen kurzfristig für den zivilen Flugverkehr geschlossen werden.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung

1 CFA (XAF) = 100 Centimes

Banköffnungszeiten

Mo-Fr, 7.30-11.30 Uhr

Die Banken-Infrastruktur ist nach wie vor begrenzt; Wechselstuben gibt es nur in der Hauptstadt Bangui. Es gibt keine internationalen Geldautomaten und nur ganz selten (z.B. in Hotels) werden internationale Kreditkarten akzeptiert. Wechselstuben und Banken tauschen US-Dollar und Euro um, nicht aber westafrikanische Francs (CFA). Waren und Dienstleistungen müssen bar bezahlt werden, inklusive Hoteldienstleistungen und Flugtickets.

Kreditkarten zu Zahlungszwecken sollten mit Vorsicht, nur bei vertrauenswürdigen Empfängern eingesetzt und nicht aus den Augen verloren werden, um zu vermeiden, dass Abdrücke angefertigt werden (Missbrauch ist vor allem bei kleineren Geschäften verbreitet). Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Gesundheit

Vorsorge

Empfohlene Impfungen

Tetanus

Diphtherie

Keuchhusten

Poliomyelitis

Hepatitis A

Typhus

Tollwut


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Vorgeschriebene Impfungen

Einreisevorschriften unterliegen der Länderhoheit. Die WHO spricht orientierende Empfehlungen aus (ITH), von denen Zollbehörden insbesondere bei Epidemien (Cholera u.a.) abweichen können.

Bei Einreise ist eine gültige Gelbfieberimpfung für alle Personen ab dem Alter von neun Monaten vorgeschrieben.

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B - bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten

Meningokokken ACWY (bei engem Bevölkerungskontakt während der Trockenzeit) - die Zentralafrikanische Republik liegt im afrikanischen Meningitisgürtel (Risiko besonders von Dezember bis Mai)

Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die ärztliche und medikamentöse Versorgung ist nicht gewährleistet und entspricht auch in der Hauptstadt nicht westeuropäischen Standards. Die hygienischen Verhältnisse sind miserabel und die technische Ausstattung der Krankenhäuser ist veraltet. Es fehlt an einfachstem Material wie Spritzen und Verbandszeug. Selbst zwei Privatkliniken in Bangui leiden immer stärker unter einer Unterversorgung. Bei schweren Erkrankungen oder Unfällen hilft nur eine sofortige Evakuierung. Empfohlen wird daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.

Die Medikamentenversorgung ist äußerst problematisch, deshalb ist das Mitführen einer Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest), Einwegspritzen und Verbandsmaterial enthält, überlebenswichtig.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch den Konsum von Rohmilch infizierter Tiere übertragen wird.

Symptome: grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).
In Einzelfällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen.
Häufig verläuft eine FSME ohne Symptome.

Inkubationszeit: zwischen 2 und 20 Tagen.

Borreliose (Lyme-Borreliose)

Die Borreliose oder Lyme-Krankheit stellt die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar und wird durch Bakterien, die sog. Borrelien verursacht.
Die Zecken befinden sich zumeist in Wäldern, Gehölz und Gräsern. Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist von März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
 
Symptome: Grippeähnliche Beschwerden können bereits innerhalb von 3–30 Tagen nach Ansteckung auftreten. Neben der Wanderröte sind grippeähnliche Beschwerden ein mögliches Symptom im Rahmen von Stadium I der Borreliose. Stadium II (Wochen bis Monate nach Ansteckung): Krankheitsgefühl mit Kopfschmerz, Erschöpfungszustände, Nackensteifigkeit und sonstige überwiegend neurologische Symptome. Stadium III: Auftreten chronischer Gelenkentzündungen. Als Komplikation innerhalb des Stadium III können schwere chronische Nervenschädigungen (Neuroborreliose) hinzukommen.
 
Inkubationszeit: zwischen 3 bis 30 Tagen.
 
Vorkommen: vorwiegend auf der nördl. Halbkugel, d.h. Nordamerika, Europa und Asien.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Cholera

Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
 
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
 
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Bilharziose (Schistosomiasis)

Parasitäre Infektionskrankheit. Bei Kontakt (z.B. beim Baden, Waschen oder Trinken) können die Larven der Pärchenegel innerhalb weniger Minuten in die Haut eindringen. Von dort wandern sie dann über die Lymph- und Blutgefäße in die verschiedenen Organe und setzen sich dort fest.

Symptome: starker Juckreiz an der Eintrittsstelle mit Hautausschlag. Teilweise lebensbedrohliches Fieber; Kopf-, Glieder-, Muskel- und Bauchschmerzen.
Es gibt verschiedene Arten von Pärchenegeln, die unterschiedliche Organsysteme beschädigen. Mögliche Auswirkungen sind: Beschwerden beim Wasserlassen, blutiger Urin, Durchfall, Leber-, Milz-, Lungen- und Hirnschäden.

Inkubationszeit: je nach den jeweiligen Beschwerden verschiedene Inkubationszeiten.

Vorkommen: fast überall in Afrika, auf der arabischen Halbinsel sowie in einigen Teilen Südamerikas, der Karibik und Ostasiens.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Fieberhafte Erkrankung, die durch Viren verursacht wird. Die gefürchteten Lähmungserscheinungen können auftreten, wenn die Viren die graue Substanz des Rückenmarks oder Stammhirns befallen. Dabei bevorzugen sie diejenigen Zellen, die für die willkürlichen Bewegungen des Menschen verantwortlich sind. Dadurch können Lähmungen verursacht werden. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch, meistens durch Schmierinfektion. Es erkranken vornehmlich Kinder, aber es können auch Erwachsene erkranken.

Eine Impfung gegen die Kinderlähmung ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme.

Symptome: oft ohne spezifische Symptome; manchmal treten grippeähnliche Beschwerden auf wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kopfweh, Gliederschmerzen, Schweißausbrüche. Im weiteren Verlauf können die Viren das Gehirn und Rückenmark befallen, so dass es zu Lähmungen kommen kann. Auch tödliche Verlaufsformen sind möglich.

Inkubationszeit: zwischen 3- 14 Tagen.

Vorkommen: verstärkt in Afghanistan, Pakistan und Nigeria.

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)

Die Übertragung des Erregers (Infektionsweg) erfolgt über die Tsetsefliege, bei der westafrikanischen Form durch die Gattung Glossina palpalis, bei der ostafrikanischen Form durch Glossina morsitans.
Glossina palpalis sticht in der Regel nur Menschen und tritt entlang von Flussläufen auf. Glossina morsitans sticht meistens Tiere und tritt vor allem in den Savannen auf.

Symptome: zu Beginn der Erkrankung oft grippeähnlich. Im weiteren Verlauf kann es neben Verhaltensstörungen und Meningitis (Hirnhautentzündung) zu Schlafstörungen kommen. Bei der ostafrikanischen Form kann auch das Herz betroffen sein. Unbehandelt verlaufen beide Formen der Schlafkrankheit tödlich.

Inkubationszeit: bei der westafrikanischen Form Wochen bis Jahre und bei der ostafrikanischen Form 3–21 Tage.

Vorkommen: im tropischen Afrika, vor allem im Kongo, Sudan und in Angola, sowie in Kenia und Tansania.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Typhus

Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen. 
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.

Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall. 
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.

Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.

Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.

Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.

Zika-Virus

Das Zika-Virus (ZIKV) ist ein erstmals in Ostafrika nachgewiesenes Virus, das von Stechmücken übertragen wird. Während eine Zika-Infektion für gesunde Erwachsene überwiegend ungefährlich ist und meist keine oder nur milde Symptome auslöst, kann eine Infektion während der Schwangerschaft bei dem Fötus schwere Schäden verursachen.

Übertragen wird das Virus hauptsächlich von der Gelbfiebermücke, auch bekannt als Ägyptische Tigermücke.

Symptome: Fieber (daher auch die Bezeichnung "Zika-Fieber"), knotig-fleckiger Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Selten auch: Muskel- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen.

Inkubationszeit: i.d.R. zwischen 3–12 Tagen.

Vorkommen: in allen tropischen und manchen subtropischen Ländern. Epidemisch derzeit vor allem im tropischen/subtropischen Süd- und Mittelamerika, einschließlich Mexiko.

Bakterielle Meningitis (Hirnhautentzündung)

Die bakterielle Meningitis, eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute, gilt als die "klassische" Form der Hirnhautentzündung. Eine Meningitis kann aber auch andere Ursachen haben. Häufig entsteht sie auch durch eine Virus-Infektion, z.B. bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Eine durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung verläuft in vielen Fällen gravierender als eine rein virusbedingte. Neben einer Reihe anderer Keime, wie z.B. Pneumokokken, gehören Meningokokken zu den typischen Erregern der bakteriellen Meningitis. Säuglinge sind häufiger betroffen als andere Altersgruppen. Einen gewissen Schutz vor einer bakteriellen Meningitis bietet die Impfung gegen Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae.

Symptome: sehr starke Kopfschmerzen; Nackenschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit, Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, schweres allgemeines Krankheitsgefühl.
Bei schweren Krankheitsverläufen: Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Krampfanfälle, Erstarrung des Körpers und Koma.
Schwere, lebensbedrohliche Krankheitsverläufe können sich innerhalb weniger Stunden entwickeln.

Inkubationszeit: zwischen 2–10 Tagen, i.d.R. 3–4 Tage.

Vorkommen: In den gemäßigten Zonen kommt es während der Wintermonate zu den meisten Erkrankungen. Örtlich begrenzte Ausbrüche entstehen an überfüllten, geschlossenen Orten (zum Beispiel in Wohnheimen oder Militärbaracken) und bei Menschenansammlungen. In Afrika gibt es einen sog. Afrikanischen Meningitisgürtel. Dieser erstreckt sich vom Senegal bis nach Äthiopien. Hier treten während der trockenen Jahreszeit (von November bis Juni) immer wieder große Ausbrüche und Epidemien auf. Ein regionales Risiko besteht bei Großveranstaltungen wie z.B. in Mekka (Saudi-Arabien) bei der jährlichen Hadsch.

Chikungunyafieber

Das Chikungunya-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gelenkschmerzen und verläuft in der Regel ohne schwere Komplikationen. Eine spezifische Therapie und eine Impfung gibt es nicht.

Symptome: plötzlicher, schneller Fieberanstieg, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen. Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag können ebenfalls auftreten. Bei Chikungunya-Fieber (CF) kommt es sehr selten zum Auftreten von Blutungen (Hämorrhagien). Die Prognose von CF ist gut. Nur ein geringer Anteil der Patienten leidet unter monatelang persistierenden Gelenkbeschwerden.

Inkubationszeit: zwischen 3–12 Tagen.

Vorkommen: Afrika südlich der Sahara, Indien, Südost-Asien, Indonesien.

Ebola

Ebola ist eine schwere, häufig tödlich verlaufende Erkrankung bei Menschen und bestimmten Affenarten (z.B. Gorillas und Schimpansen), die durch das Ebolavirus ausgelöst wird. Andere Bezeichnungen für die Erkrankung sind Ebola-hämorrhagisches Fieber oder fachlich korrekter Ebolavirus-Infektion. Der Erreger ist sehr infektiös und die Erkrankung kann innerhalb kurzer Zeit zum Tode führen. Es existieren fünf Virustypen, von denen drei (Zaire, Sudan und Bundibugyo) bereits in der Vergangenheit zu größeren Ausbrüchen geführt haben. Die Gattung des Erregers wurde nach dem Fluss Ebola in der Demokratischen Republik Kongo (ehem. Zaire) benannt.

Menschen können über den Kontakt mit infizierten Tieren sowie über Blut-/ Körperflüssigkeiten erkrankter oder bereits verstorbener Personen infiziert werden. Diejenige Person, von der ein Ausbruch ausgeht (Indexpatient) steckt sich oft über den Kontakt mit Tieren an, zum Beispiel beim Zerlegen erjagter Gorillas oder bei Kontakten mit Fledermäusen. Eine besondere Gefahr der Ansteckung besteht jedoch bei unmittelbaren Kontakten von Ärzten und Pflegekräften mit Erkrankten sowie für Angehörige im Rahmen von Bestattungszeremonien bei engem Kontakt mit den Verstorbenen. Eine sexuelle Übertragbarkeit des Erregers erscheint möglich.

Symptome: Fieber, allgemeine Erschöpfung, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen.
Weitere Symptome sind: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag und Halsschmerzen.

Im Vordergrund des klinischen Bildes steht eine stark erhöhte Blutungsneigung. In der Prodromalphase finden sich plötzlich einsetzende heftige Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen. Außerdem Übelkeit, Erbrechen und Diarrhöen. Ab dem 4.-7. Tag treten Blutungen auf, die alle Schleimhäute des Körpers betreffen. Im weiteren Verlauf kommt es zu Lungenversagen, nekrotisierender Hepatitis und Schock. Die Letalität liegt zum Teil bei über 80%.

Inkubationszeit: zwischen 2–21 Tagen, i.d.R. 8-9 Tage.

Vorkommen: Risikogebiet ist vor allem Äquatorialafrika, wo die medizinische Versorgung oft unzureichend ist.

Affenpocken

Die Viruserkrankung kann durch Kontakt mit Affen und Nagetieren (in erster Linie Eichhörnchen) ausgelöst werden und zeigt eine pockenähnliche Symptomatik. Der Erreger der Affenpocken ist das Orthopoxvirus simiae. Die Infektion findet über die Atemwege als Tröpfcheninfektion (Kontakt mit Speichel oder abgesonderten Sekreten von infizierten Affen), verletzte Haut (Bisse) oder Verzehr von infiziertem Affenfleisch statt. Sehr selten wurde auch von Übertragungen von Mensch zu Mensch berichtet. Die Infektionsrate ist gering.

Symptome: Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Hautausschlag und selten unproduktiver Husten. In einigen Fällen können Zysten auftreten.

Inkubationszeit: zwischen 7–21 Tagen, i.d.R. 10–14 Tage.

Vorkommen: in den tropischen Regenwaldgebieten Zentral- und Westafrikas (Sierra Leone, Liberia, DR Kongo, Elfenbeinküste, Kamerun, Nigeria, Gabun). Die Affenpocken traten auch in Europa (Niederlande, Dänemark) und den USA auf, allerdings bisher nur bei importierten Affen.

Lassa-Fieber

Das Lassa-Fieber ist eine Infektionskrankheit, die durch das Lassa-Virus verursacht wird und von Nagetieren auf den Mensch übertragen wird. Während einer Epidemie findet die Übertragung auch von Mensch zu Mensch statt. Etwa 80 Prozent der Infektionen verlaufen mild oder gänzlich ohne Symptome. Treten jedoch gravierende klinische Krankheitszeichen auf, insbesondere im Zuge größerer Epidemien, so ist von einer Sterblichkeitsrate von 50% und mehr auszugehen.

Symptome: grippeähnliche Symptome wie: Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Schmerzen hinter dem Brustbein, Husten, Übelkeit und Erbrechen, Bindehautentzündung, Entzündung des Rachens.
In schweren Verlaufsfällen kann es zu Wassereinlagerungen in den Augenlidern und im Gesicht kommen sowie zu Schleimhautblutungen, Flüssigkeitsansammlungen im Lungenfell sowie im Herzbeutel (Pleura- und Perikardergüsse), Bewusstseinstrübungen, verlangsamtem Herzschlag, niedrigem Blutdruck (Hypotonie).
In schweren Fällen können im weiteren Verlauf Kreislauf- und Nierenversagen sowie schwere Blutungen und Gehirnbeteiligung im Sinne einer Enzephalopathie auftreten.

Inkubationszeit: zwischen 6–21 Tagen.

Vorkommen: vorrangig in Westafrika, Zentralafrika.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.

Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.

Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.

Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.

Hepatitis B

Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen

Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B. 

Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage. 

Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine meist harmlose, aber hochansteckende Viruserkrankung. Sie betrifft meist Kinder, kann aber auch Erwachsene treffen.
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit kann ganzjährig auftreten, ist jedoch vor allem im Spätsommer und Herbst besonders häufig.

Symptome: beginnt mit grippeartigen Beschwerden wie Fieber, Leistungsschwäche, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und Appetitlosigkeit. Etwa ein bis zwei Tage nach Auftreten des Fiebers entwickeln sich im Mundraum schmerzhafte rote Punkte. Diese Stellen befinden sich vor allem im Bereich von Zunge, Zahnfleisch und Mundschleimhaut oder auch um den Mund herum. Sie wandeln sich nach kurzer Zeit in kleine Bläschen oder oberflächliche Geschwüre (Aphten) um. Etwa zeitgleich oder wenige Stunden nach dem Auftreten der roten Punkte im Mundraum entwickelt sich an Händen und Füßen ein Ausschlag mit Bläschen, die ein Sekret absondern, in dem viele Viren stecken. Dadurch können die Viren problemlos auch an andere Körperstellen gelangen.

In 20% der Fälle verläuft die Krankheit symptomlos.

Inkubationszeit: zwischen 2–35 Tagen, i.d.R. zwischen 7–14 Tagen.

Vorkommen: insbesondere im westpazifischen Raum (u.a. Malaysia, Singapur, China, Japan). Grundsätzlich gibt es den Erreger jedoch weltweit.

Japanische Enzephalitis

Die japanische Enzephalitis ist eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, eine Gehirnhautentzündung nach einem Mückenstich. Grundsätzlich kann die japanische Enzephalitis in jedem Alter auftreten.
Symptome: i.d.R. keine schweren Krankheitssymptome. Nur bei ca. 1 von 250 Fällen kommt es zu einer schweren Erkrankung mit Fieber, Nackenschmerzen und Nackensteifigkeit, Verwirrtheit, Krampfanfällen und Lähmungen bis zum Koma.

Inkubationszeit: zwischen 5–15 Tagen.

Vorkommen: hauptsächlich in asiatischen Länder, im westlichen Pazifikraum und gelegentlich in Australien (Torres Strait und nördl. Queensland). Betroffen sind besonders ländliche Gebiete, in denen Schweinezucht und Reisanbau betrieben werden.

Legionärskrankheit (Legionellose)

Die Legionellose ist eine Infektion durch bestimmte Bakterien: Legionellen. Sie kann leicht verlaufen (Pontiac-Fieber) oder eine gefährliche Lungenentzündung auslösen (Legionärskrankheit).

Symptome bei Pontiac-Fieber: grippeähnliche Symptome ohne Lungenentzündung. Harmloser Verlauf.

Inkubationszeit: zwischen 1–3 Tagen.

Symptome der Legionärskrankheit: hohes Fieber, Schüttelfrost. Es entwickelt sich eine sogenannte atypische Lungenentzündung. Diese wird häufig begleitet von trockenem, unproduktivem Husten. Zusätzlich haben die Patienten eine Lungenfell- oder Kehlkopfentzündung sowie Schnupfen, Glieder- und Muskelschmerzen. Typisch für eine Legionellose sind auch Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Dazu zählen Übelkeit und Durchfall. Einige Patienten mit Legionärskrankheit entwickeln eine Gehirnentzündung (Enzephalitis), die mit Verwirrtheit einhergeht.

Inkubationszeit: zwischen 2–10 Tagen.

Vorkommen: weltweit im Süßwasser (im Grundwasser, Erdboden, in Seen und Flüssen, im Brauchwasser sowie im Trinkwasser). In warmem Wasser können sich Legionellen gut vermehren, daher sind Schwimmbäder, Whirlpools, Warmwasseranlagen aber auch Klimaanlagen mögliche Infektionsquellen.

Tuberkulose

Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Die Bakterien werden dabei in aller Regel auf dem Luftweg von Mensch zu Mensch übertragen. Die Tuberkulose betrifft bevorzugt die Lunge, kann aber auch in jedem anderen Organ auftreten. Auch Tiere können die Bakterien z.B. über Rohmilch oder rohes Fleisch übertragen.

Symptome: zu Beginn eher unspezifische Symptome wie Husten, Nachtschweiß, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schwäche und eine leicht erhöhte Temperatur. Im weiteren Verlauf kann auch höheres Fieber auftreten. Zudem kommt es zu starkem Husten, bei dem die Erkrankten Blut spucken und Brustschmerzen haben. Im Fall einer Streuung der Bakterien auf weitere Organe kann es zu einer Hirnhautentzündung (Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Halluzinationen, Wesensveränderung, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Koma) oder zu einer Blutvergiftung kommen, die tödlich enden kann.

Inkubationszeit: zwischen 6–8 Wochen.

Vorkommen: weltweit, allerdings ist vor allem die Situation im südlichen Afrika sowie in Osteuropa und Zentralasien sehr problematisch.

Leishmaniose (Orientbeule)

Die Erreger dieser Infektionskrankheit werden von Sandmücken übertragen. Es können sowohl Menschen und Tiere erkranken. Die Leishmaniose tritt in verschiedenen Varianten auf.

Kutane (Haut-)Leishmaniose: befällt die Haut.
Symptome: schmerzlose Geschwüre, die i.d.R. von selbst wieder vergehen (Orientbeule, auch Aleppobeule bzw. Bagdadbeule genannt).

Mukokutane (Schleimhaut-)Leishmaniose: befällt Haut und Schleimhäute.
Symptome: Nasen- und Rachenbeschwerden (kommt vor allem in Südamerika vor). Erfordert meist eine Therapie.

Viszerale (Innere Organe) Leishmaniose: befällt die inneren Organe.
Symptome: Beschwerden in der Milz und Leber, aber auch im Knochenmark. Eine Therapie ist zwingend notwendig, es gibt lebensbedrohliche bis tödliche Verläufe (Dum-Dum-Fieber oder Kala Azar genannt).

Inkubationszeit: reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.

Vorkommen: weltweites Vorkommen in warmen Ländern. In Europa z.B. verstärkt im Mittelmeerraum (Frankreich, Spanien, Malta, Portugal, Italien, Türkei etc.). Weltweit vor allem im Nahen Osten, im Norden und Osten Afrikas, aber auch in warmen Regionen Südamerikas und in Asien, insbesondere in Indien.

West-Nil-Fieber

Infektionskrankheit, die durch Mücken auf den Menschen übertragen wird.

Symptome: Häufig ist der Verlauf symptomlos. Bei manchen eher grippeähnliche Symptome: Fieber, Schüttelfrost. Abgeschlagenheit, Durchfall, Bindehautentzündung, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Lymphknotenschwellung. In einigen Fällen kann es zu schweren Entzündungen des Gehirns (Enzephalitis) und der Hirnhäute (Meningitis) sowie zu akuten Lähmungserscheinungen (Paralyse) kommen, die sich nur teilweise oder gar nicht mehr zurückbilden. Diese schwerwiegenden Komplikationen können zum Tod führen.

Inkubationszeit: zwischen 2–14 Tagen.

Vorkommen: hauptsächlich in Afrika, Nordamerika und in den südöstlichen Ländern des Mittelmeerraums, Indien.

Rotavirus

Das Rotavirus ist eine Infektionskrankheit, die durch die sogenannten Rotaviren hervorgerufen wird. Das Rotavirus ist die weltweit häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kindern. Insbesondere für kleine Kinder kann das Rotavirus sehr gefährlich werden, in Deutschland sind Todesfälle jedoch selten. Das Rotavirus ist hochansteckend und wird leicht übertragen. Die Übertragung erfolgt zumeist über eine Schmierinfektion, d.h. über Fäkalien oder verunreinigte Gegenstände sowie Lebensmittel oder Trinkwasser. Seit 2001 ist diese Infektion in Deutschland meldepflichtig.

Symptome: Erkrankungen setzen meist plötzlich ein, verlaufen aber unterschiedlich. Ein milder Verlauf ist durch Durchfall und Übelkeit/Erbrechen gekennzeichnet. Der Durchfall hält 2 bis 6 Tage an und vergeht dann wie von selbst.

Schwere Verläufe gehen mit sehr heftigem Durchfall einher, der nicht selten von Fieber, Magen-Darm-Krämpfen und grippeähnlichem Krankheitsgefühl begleitet wird. Der Durchfall ist meist wässrig, mitunter findet man im Stuhl Schleimbeimengungen. Auch bei einem schweren Verlauf geht der Durchfall binnen einer Woche vorüber. Rotavirus verläuft bei Säuglingen und Kleinkindern durchschnittlich schwerer als Durchfallerkrankungen durch andere Erreger.

Inkubationszeit: 1 bis 3 Tage.

Vorkommen: weltweit, allerdings ist die Infektion besonders stark verbreitet in Schwellen- und Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Gelbfieber

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten (Ägyptische Tigermücke, Aedes aegypti) übertragen wird. Bei schwerem Verlauf endet sie in mehr als jedem zweiten Fall tödlich. Aus diesem Grund ist eine vorbeugende Impfung gegen die Infektion sehr wichtig. Bei der Ein- und Ausreise in manche Länder ist sie sogar zwingend vorgeschrieben. 

Symptome: es kommt zu hohem Fieber, Kopf- und Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei schweren Krankheitsverläufen kommt es zu Blutungen und Störungen der Leberfunktion mit Gelbsucht - daher der Krankheitsname. Diese sind lebensbedrohlich.

Inkubationszeit: i.d.R. 3–6 Tage.

Vorkommen: vor allem in wärmeren Regionen Afrikas und Südamerikas.

Hepatitis E

Hepatitis E ist eine akute Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-E-Virus verursacht wird. Sie wird hauptsächlich über fäkal verunreinigtes Wasser oder Lebens­mittel übertragen.

Symptome: Die Infektion äußert sich als leichte Leberentzündung, ähnlich der Hepatitis A, die von selbst ausheilt. Ansonsten meist grippeähnliche Symptome, Übelkeit und Erbrechen, Fieber, entfärbter Stuhl und dunkler Urin. Eine Gelbfärbung der Haut und der weißen Bindehaut der Augen, die sogenannte Gelbsucht, tritt nicht bei allen Betroffenen auf.

Inkubationszeit: 15–64 Tage.

Vorkommen: weltweit, aber vor allem auf dem indischen Subkontinent, in Südost- und Zentralasien, sowie in afrikanischen Gebieten und Zentralamerika (z.B. Mexiko).

Pest

Die Pest ist eine schwere, akute Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst wird. Sie kann tödlich enden und wird über Flöhe auf den Menschen übertragen. Eine Ansteckung ist auch auf dem Luftweg durch Lungenpestinfizierte oder durch den Verzehr von infiziertem Fleisch möglich.

Symptome: innerhalb weniger Tage nach Ansteckung treten Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen auf. Im weiteren Verlauf der Erkrankung unterscheidet man zwischen der Beulenpest (Bubonenpest) und der gefährlicheren Lungenpest.
Die Beulenpest zeichnet sich durch eine typische Blasenbildung auf der Haut aus. Es können neben Übelkeit, Erbrechen, Durchfällen und Bauchschmerzen auch schwerste Komplikationen wie Entzündungen der Hirnhaut und Organversagen auftreten. An dieser häufigsten Form der Pest sterben circa 10 bis 20 % der Betroffenen, wenn nicht rechtzeitig behandelt wird.
Bei der Lungenpest leidet der Patient nur unter Fieber und allgemeiner Schwäche, allerdings kommt es schon am zweiten Tag zu blutigem Husten und Brustschmerzen. Der Puls wird schneller und der Patient bekommt Atemnot. Aufgrund eines starken Hustenreizes treten auch Erbrechen und Bauchschmerzen auf. Die Betroffenen sind während der gesamten Krankheitsdauer hochansteckend.

Inkubationszeit: abhängig von der Erkrankungsform. 
Lungenpest: wenige Stunden bis 3 Tage. Beulenpest: 2–6 Tage.

Vorkommen: in vielen Teilen der Welt. Die Nagetierpest kommt in Zentral-, Ost- und Südafrika, Südamerika, im westlichen Nordamerika sowie in großen Gebieten Asiens vor. 

Afrikanisches Zeckenbissfieber

Das Afrikanische Zeckenbissfieber ist eine von Zecken übertragene Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Die Krankheit ist in ländlichen Viehzuchtgebieten und Wildreservaten verbreitet.

Symptome: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie charakteristische Verletzungen an der Einstichstelle, die an eine Verbrennung durch eine Zigarette erinnern. Insgesamt verläuft die Infektion aber normalerweise gutartig.

Inkubationszeit: 5–7 Tage.

Vorkommen: in Afrika südlich der Sahara, vor allem in Wildreservaten und Viehzuchtgebieten.

Marburgfieber

Das Marburgfieber ist eine durch das Marburgvirus ausgelöste, schwere Infektionskrankheit. Es gehört zur Gruppe der viralen hämorrhagischen Fieber und ist meldepflichtig. Die Ansteckung erfolgt durch Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Urin, etc.) und Exkremente von Tier zu Tier und von Tieren auf den Menschen. Eine Tröpfcheninfektion über Aerosole bzw. die Luft wird ebenfalls als Infektionsquelle angenommen.

Symptome: es beginnt mit allgemeinen Symptomen wie hohem Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Bauchschmerzen und kann einen schweren Verlauf mit Blutungen in verschiedenen Organen nehmen. Hinzu kommen Wassereinlagerungen (Ödeme) und eine Gelbsucht (Ikterus). Je nach Schwere der Blutungen kommt es zum Tod durch Multiorganversagen.

Inkubationszeit:  4–16 Tage.

Vorkommen: vor allem in Afrika (Zentralafrika).

Krim-Kongo-Fieber

Das Krim-Kongo-Fieber ist eine Viruserkrankung. Es gehört zur Gruppe der viralen hämorrhagischen Fieber. Die Übertragung des Virus erfolgt meist durch den Biss von Zecken. Als Überträger gelten Haus- und Wildtiere, z.B. Kühe, Schafe oder Ziegen.

Symptome: plötzliches Einsetzen von Fieber (über fünf bis zwölf Tage konstant), Schüttelfrost, Reizbarkeit, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Typisch sind eine Gesichtsrötung und ein Gesichtsödem, Bindehaut- und Rachenrötung.

Inkubationszeit: 1–13 Tage.

Vorkommen: es kommt in Südosteuropa (Bulgarien, Ungarn, Türkei), in einigen GUS-Staaten, im mittleren Osten (Afghanistan, Syrien, Irak, Iran), sowie in vielen Ländern Asiens und Afrikas vor.

Nickkrankheit

Die Nickkrankheit ist eine tödlich endende, neurologische Erkrankung, in deren Rahmen die Betroffenen anfallsartige Nickbewegungen ausführen. In erster Linie erkranken Kinder zwischen 5 und 16 Jahren.

Symptome: Kopfnicken ohne erkennbaren Grund. Teilweise so heftig, dass Ohnmachtsanfälle oder andere Verletzungen durch das heftige Nicken mit dem Kopf hervorgerufen werden. Es kommt zu körperlichen und geistigen Entwicklungsstörungen bei den erkrankten Kindern.

Inkubationszeit: - 

Vorkommen: Afrika, hauptsächlich in Tansania, im südlichen Sudan und im nördlichen Uganda.

Filariose

Die Filariose ist eine tropische Erkrankung. Die Ursache der Erkrankung ist eine Infektion mit verschiedenen Arten von Fadenwürmern (Filarien), welche durch den Stich einer Mücke oder Bremse auf den Menschen übertragen werden. 

Symptome: Entzündung und Schwellung der Lymphknoten, Lymphgefäße und Ödeme.

Inkubationszeit: mehrere Monate bis Jahre.

Vorkommen: hauptsächlich in tropischen Ländern.

Wurmerkrankungen (Helminthiasis)

Als Wurmerkrankung oder Helminthiasis bezeichnet man Erkrankungen, die durch parasitische Würmer ausgelöst werden. Die Übertragung erfolgt durch den Verzehr von Trinkwasser, Gemüse und Fleisch (halbroh/roh). Weitere Übertragungswege sind Stechmücken und Fliegen. Es gibt aber auch Würmer, die direkt über die Haut in den Körper gelangen.

Symptome: allergische Reaktionen, Ödeme, Arthritis und/oder Entzündungserscheinungen an den betroffenen Organen. Am häufigsten sind Haut, Lunge, Leber, Darm, Augen und das Zentralnervensystem betroffen.

Inkubationszeit: Wochen bis Monate.

Vorkommen: weltweit.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Umwelt

Klima

Allgemein

Tropisches Klima mit heißen trockenen Wintern und milden feuchten Sommern; in den westlichen Hochlagen kann es auch sehr kalt werden; es gibt zwei Regenzeiten, eine von Mai bis Juni und eine von Oktober bis November, zwei Trockenzeiten; im Sommer weht der Harmattan heiße trockene Luft aus der Sahara heran. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen in Bangui zwischen 21 und 29 °C im Juli und 21 bis 34 °C im Februar.

Klimatabelle

Klimastation Bangui

Höhe über NN in m: 381

Geographische Position: 18° 34’ E, 4° 23’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

32,9

33,9

33,5

32,9

31,9

30,9

29,9

29,9

30,6

30,7

31,4

31,8

Temp. ø Min. (°C)

19,5

20,2

21,3

21,4

21,1

19,7

20,3

20,3

20,2

20,2

20,0

19,3

Regentage

2

3

7

8

11

11

11

14

15

15

7

3

Niederschlag (mm)

20

39

116

142

167

134

174

240

185

190

89

24

Sonnenstunden ø

5,5

6,3

5,9

6,2

5,6

4,9

3,8

4,0

4,9

4,9

5,6

5,9

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

s

s

s

ss

ss

s

s

s

s

s

s

s

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Allgemein

Das Klima entspricht größtenteils dem der wechselfeuchten Tropen und im Süden der immerfeuchten Tropen. Das heißt, es gibt eine feuchte und eine trockene Jahreszeit. Im Norden ist es vor allem in der Trockenzeit enorm heiß, teilweise bis 40 Grad Celsius. Die Regenzeit dauert von Juni/Juli bis Oktober. Die Luftfeuchtigkeit ist dauerhaft hoch. Die jeweils neuesten weltweiten Unwetterwarnungen und Wettervorhersagen werden von der »World Meteorological Organization« (WMO) zur Verfügung gestellt.

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Vorkommen während der Regenzeit.

Stürme

Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.

Vorkommen in den nördlichen Gebieten des Landes.

Extreme Hitze

Teilweise kommt es in Regionen zu Temperaturen von über 40 °C, die zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Infrastrukturbereich (Verkehrswesen, Wasser- und Stromversorgung) führen können.

Verhaltenstipps
Ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Tees sowie eher leichte Speisen zu sich nehmen. Durch das Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralien und Spurenelemente. Diese können durch Mineraldrinks wieder ersetzt werden. Es empfiehlt sich, helle, luftige Kleidung aus Naturfasern zu tragen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten vor allem Kinder eine Kopfbedeckung tragen. Überanstrengungen sollten vermieden werden.

Dürren

Es besteht eine geringe Dürregefahr.

Epidemien

Es besteht eine hohe Epidemiegefahr.

Weitere Gefahren

Infolge von Flutwellen während der Regenzeit kann es zu Erdrutschen kommen.

Tiere

Zumeist gehen Tiere den Menschen aus dem Weg - fühlen sie sich aber bedroht, wenn sie ihren Nachwuchs oder ihr Territorium schützen, verletzt oder krank sind, können sie auch angreifen. Tierbisse und Kratzer können dann zu schweren Krankheiten wie Tollwut führen. Schützen Sie sich und befolgen Sie diese Tipps:

  • Berühren oder füttern Sie keine Tiere, die Sie nicht kennen.
  • Lassen Sie die Tiere keine offenen Wunden lecken und achten Sie darauf keinen tierischen Speichel in Ihre Augen oder Mund zu bekommen.
  • Vermeiden Sie Nagetiere und ihren Urin und Kot, denn viele Tiere können eine gesundheitliche Bedrohung darstellen.
  • Seien Sie bei Hunden, Fledermäuse, Affen, sowie Quallen und Schlangen besonders vorsichtig. 
  • Werden Sie dennoch von einem Tier gebissen oder gekratzt, waschen Sie die Wunde mit Seife und sauberem Wasser aus und suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Nach Rückkehr in Ihr Heimatland, berichten Sie Ihrem Hausarzt von der Verletzung.